GIST, Gene und Mutationen

Das habe ich bei der Bundeswehr gelernt: Den Feind
kann man nur besiegen, wenn man ihn kennt. Erst die
Molekularbiologie hat die Sicht auf die Krebszellen
ermöglicht und deren Schwachstellen erkennen lassen.
Jetzt war ein Kampf mit Aussicht auf Erfolg möglich.

 

GIST - Ein Tumor verliert seinen Schrecken

In meinem Buch "GIST - Ein Tumor verliert seinen Schrecken" schreibe ich über meine GIST-Erkrankung, die durch eine Gen-Veränderung (Mutation) in der DNA im Exon 11 ausgelöst wurde. Es geht dabei um die Operationen, die Therapie, die Kontrolluntersuchungen und die Erfolge und Rückschläge.

Insgesamt aber lebe ich nun schon über 15 Jahre mit diesem GIST und seinen Metastasen in meinem Körper und habe die Hoffnung, dass es noch ein paar Jahre so weiter geht.

 

Hinweis: Die hier abgebildeten Zeichnungen und Texte entsprechen nicht den Inhalten des Buches "GIST - Ein Tumor verliert seinen Schrecken", sondern sie sind meinem Buch "GIST, Gene und Mutationen" entnommen, dass neben meinen Erfahrungen mit der GIST-Erkrankung noch tiefer in die Hintergründe der Krankheit, unserer DNA, den Genen und den bei GIST bekannten Mutationen in den Genen eingeht.

GIST

Mit meiner Geschichte über meine Erfahrungen mit der Krebsdiagnose GIST, den Operationen und der Therapie will ich letztendlich aufzeigen, dass GIST in den letzten Jahren seinen Schrecken verloren hat, da es mittlerweile gute Medikamente gibt, die ein Fortschreiten der Krankheit lange Zeit rauszögern können. Noch vor knapp zwanzig Jahren, Ende der 1990er Jahre, sah es alles viel trostloser aus. Damals war GIST noch nicht als spezielle Tumorerkrankung bekannt und alle herkömmlichen Krebsbehandlungen, wie Bestrahlung und Chemotherapie, waren erfolglos. Lediglich das Messer des Chirurgen konnte helfen, solange ein Schneiden möglich war und keine lebenswichtigen Organe betroffen waren.

 

GIST im Exon 11 am Dünndarm

Gene

 

Unsere menschliche DNA besteht aus vielen Abschnitten, den Exons und den Introns. Als Gen bezeichnet man einen Abschnitt auf der DNA, der eine bestimmte Information enthält. Im Chromosom 3 zum Beispiel gibt es ein Gen, das für die Haarfarbe zuständig ist. Je nachdem wie viel Aminosäure Tyrosin aus den Basen UAC oder UAU) erzeugt wird, gibt es mehr oder weniger Farbpigmente Melanin zur Färbung der Haare. Es gibt nur zwei verschiedene Sorten Melanin, ein schwarz-braunes und ein rotes. Aus dem Mischungsverhältnis erhält jeder Mensch seine individuelle Haarfarbe. Graue Haare im Alter bedeuten dabei nur, dass nicht mehr genug Haarfarbstoff gebildet wird und die Haare daher grau und farblos (weiß) werden. Andere Gene bestimmen die Körpergröße oder die Augenfarbe. Das Chromosom 23 ist zuständig für das Geschlecht. Vereinfacht kann man sich merken, dass Gene in Abhängigkeit der Folge der Nukleinbasen bestimmte Aminosäuren und damit wieder bestimmte Proteine erzeugen, die dann wieder Merkmale erzeugen. ...

 

DNA mit Mutation im Exon 11 auf Chromosom 4

Mutationen

...Der Bestimmung der Mutation (Gen-Veränderung) durch den Pathologen beziehungsweise ein darauf spezialisiertes Labor kommt in der Zukunft eine noch höhere Bedeutung zu, da sie über Erfolg oder Nichterfolg der nachfolgenden Therapie entscheidet. Es hat sich zum Beispiel gezeigt, das GIST-Patienten, bei denen man keine Mutation gefunden hat, nicht auf Imatinib ansprechen. Wenn man das weiß, kann man diesen Patienten die Therapie mit Glivec und dessen Nebenwirkungen ersparen. ...

 

GIST Mutation im Exon 11